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Musikrezension

Toundra: IV

Die spanische Band Toundra brachte zu Jahresbeginn ihr viertes Album heraus, unter dem Namen IV. Wir stellen das Album, das uns als doppel LP vorliegt, in dieser Rezension vor.

Toundra Cover
Bild: LP-Cover "IV"

05. Juni 2015

von René B.

Wie schon die drei anderen Vorgängerplatten I, II und III erscheint das Album als LP und, oder CD. Neu ist, das Toundra nicht mehr beim Label Aloud sondern bei Superball unter Vertrag sind. Das Gute vorweg, der Stil der Band hat sich nicht grundlegend geändert. Die Covergestalltung hat ebenfalls wieder Chelsea Greene Lewyta aus New York übernommen. Eine Augenweide wie immer. Zwei brennende Füchse die durch einen Zauberwald jagen, sehr schön.

Das Intro ist ein den ersten Song integriert. Strelka fängt mit großen raumumspannenden Tönen an und ändert einige male das Hauptthema. IV ist schon ab dem zweiten Song verwirrend, weil sieh Toundra nicht an bekannte Liedstrukturen und hält, sondern innerhalb eines Songs Brüche hat. Ein häufiges aufbauen und wieder einreißen. Die Songs sind schnell im Rhythmus und hart, so dass sie dem Genre des Doommetal recht nahekommen und erinnert an die Band Pelican, weniger an z.B. Russian Circle.

In der Mitte des Albums gibt es mit Viesca dem fünften Song, die erhoffte Konsolidierung mit den Hörgewohnheiten der Toundrafans. Die Lieder die danach kommen, vermitteln viel stärker den typischen Toundra-Sound. Songs die ruhig und milde beginnen und sich von ihrer inneren Dramatik steigern hin zu einem musikalischen Stürmchen.

Der große Druck, Drive und die Power die Toundra ursprünglich auszeichnete können sie in IV nicht zeigen. Vielleicht spielt der Wechsel zu zu Superball Music doch eine Rolle. Das Album wird als Doppel-LP inkl. CD ausgeliefert.

Fazit:
Die großen Melodien bleiben aus. IV ist leider eine grobe Enttäuschung auch wenn das jammern auf hohen Niveau ist.

Fakten:
LP-Cover: Toundra IV
Künstler: Toundra
Album: IV
Albumlänge: ca 51 min.
Tracklist: Strelka, Qargom, Lluvia, Belenos,
Viesca, Kitsune, MRWING, Oro Rojo
Label: Superball music
VÖ-Jahr: 2015